Wieso es Basel mit Boston und London aufnehmen kann

09.10.2026, SENN

Basels Aufstieg zur internationalen Life-Sciences-Metropole und warum Allschwil dabei den Takt vorgibt

Im Schatten der beiden weltweit führenden Life-Sciences-Standorte Boston und London ist Basel in den letzten Jahrzehnten zu einer neuen Metropole für Lebenswissenschaften aufgestiegen. Heute hat Basel nicht nur eine der weltweit höchsten Konzentrationen von Biotech- und Pharma-Unternehmen pro Einwohner:in, sondern vereint auf engstem Raum alle relevanten Akteure eines dynamischen Life-Sciences-Ökosystems. Ihr nächstes Wachstumskapitel schreibt die Region in Allschwil.

Lange galten Boston und das Golden Triangle London, Cambridge und Oxford aufgrund ihrer Nähe zu führenden Forschungseinrichtungen, Venture-Kapital und einem dynamischen Arbeitsmarkt als die unangefochtenen internationalen Top-Metropolen für Life Sciences. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Basel Area jedoch sukzessive als ernstzunehmende globale Alternative etabliert: Über ihre Rolle als Heimat für Weltkonzerne wie Roche und Novartis hinaus hat sich der Standort tiefgreifend gewandelt und zu einem dynamischen Life-Sciences-Ökosystem für innovative Start- und Scale-ups entwickelt.

Hohe Life-Sciences-Dichte

Auf engstem Raum vereint die Stadt am Rheinknie zwei der bedeutendsten globalen Pharmakonzerne, zahlreiche Biotech- und Medtech-Firmen, Zulieferer, Investoren, CDMOs (Vertragsherstellerorganisationen in der pharmazeutischen Industrie) sowie Forschung und Universitäten. Die Tatsache, dass in Basel Forschung, Entwicklung, Produktion und Management oft nur wenige Minuten voneinander entfernt liegen, beschleunigt Kooperationen erheblich. Zudem verbindet die Region Pharma zunehmend mit Datenwirtschaft und KI.

Forschung trifft auf Produktion

Der Forschungsstandort Basel Area profitiert nicht nur von der Nähe zur Universität Basel und dem Universitätsspital, sondern auch von der ETH Zürich (über nationale Kooperationen), dem Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research und dem Swiss Tropical and Public Health Institute. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Zahl der Publikationen als der schnelle Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. Die enge Verzahnung sorgt zudem für resiliente Lieferketten, die strategisch immer wichtiger werden.

Rechtssicherheit und politische Stabilität

Nebst wissenschaftlicher Nähe und Exzellenz bietet Basel für Unternehmen und Arbeitskräfte gleichermassen Rechtssicherheit, regulatorische Verlässlichkeit, politische Stabilität, eine stabile Währung und, als Summe davon, langfristige Planungssicherheit. Boston dagegen kämpft mit einer turbulenten US-Politik und unsicheren Medikamentenpreisen, London mit den regulatorischen Folgen des Brexits.

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© David Walter

Internationale Erreichbarkeit und hohe Lebensqualität

Verglichen mit Boston und London punktet Basel mit einer grossen Nähe zwischen Arbeitsplatz und Wohnort, was deutlich kürzere Pendelzeiten zur Folge hat. Kommt dazu, dass sich Basel in unmittelbarer Nähe des EuroAirport befindet (15 Minuten mit dem Bus vom Zentrum), über einen ausgezeichneten (über-)regionalen öffentlichen Verkehr verfügt und auch mit Hochgeschwindigkeitszügen bestens mit Frankreich und Deutschland verbunden ist. Seine Lage inmitten des Dreiländerecks und der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt machen Basel zusätzlich attraktiv für internationale Talente und Führungskräfte. Gute Schulen, hohe Sicherheit und die Nähe zur Natur überzeugen auch Familien.

Allschwil: Hier wächst das Ökosystem der Zukunft

Basel ist dicht gebaut. Wachsen kann die Region dort, wo das Ökosystem bereits funktioniert: in Allschwil, direkt an der Stadtgrenze. Auf dem Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus, dem grössten Life-Sciences-Innovationscluster der Schweiz, arbeiten Konzerne wie Johnson & Johnson neben Spin-offs wie T3 Pharmaceuticals und Institutionen wie der Universität Basel und dem Swiss TPH. Die kurzen Wege, die die Basel Area auszeichnen, finden sich hier auf einem einzigen Areal.

SENN entwickelt auf dem Main Campus Gebäude, in denen diese Stärken konkret werden: Labore und Büros liegen Tür an Tür, Forschung trifft auf Industrie und Partner aus dem Gesundheitsbereich. Weil die Flächen samt Laborinfrastruktur vorausschauend entstehen, müssen internationale Unternehmen nicht selbst bauen, sondern können direkt einziehen.

Eigenständiger Standort mit zunehmend attraktivem Profil

All dies zeigt, dass die Basel Area nicht als Ersatz für Boston oder London, sondern als eigenständiger Standort mit einem Profil fungiert, das in den letzten Jahren für internationale Unternehmen und hochqualifizierte Fachkräfte an Attraktivität gewonnen hat. Während Boston zweifellos das dynamischste Biotech-Start-up-Ökosystem der Welt und das Golden Triangle rund um London ein bedeutendes internationales Gesundheits- und Forschungszentrum bleiben, kommen in der Basel Area wissenschaftliche Exzellenz, globale Industriekompetenz, politische Stabilität und eine aussergewöhnlich hohe Lebensqualität auf kleinem Raum zusammen. In einer Zeit geopolitischer Unsicherheit wird diese Kombination zu einem immer wichtigeren Standortvorteil. Dafür braucht die Region Raum zum Wachsen. In Allschwil steht er bereit.

→ Freie Flächen auf dem Main Campus

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Talentpool in der Basel Area