Allschwil rückt noch näher an Basel
19.01.2026, SENN

Ein Bus wie ein Tram
Der Öffentliche Verkehr in Allschwil wird laufend weiterentwickelt. Seit Ende 2025 fährt hier ein Bus im Takt eines Trams. Die Verkehrspolitik Allschwils war schon immer geprägt von der lokalen Wirtschaft und Industrie.
Der historische Dorfkern mit seinen Riegelhäusern zeugt heute noch von Allschwils Vergangenheit als Bauerndorf. Die Industrialisierung veränderte die Gesellschaftsstrukturen des Ortes im 19. Jahrhundert grundlegend: Aus Bauern wurden Fabrikarbeiter und Allschwil beherbergte bald mehr Ziegeleien als Bauernhöfe. Ab 1905 gab es ein Tram, das den Dorfkern mit dem Barfüsserplatz verband. Ursprünglich war es für die Post gebaut worden. Die Arbeiter:innen nutzten es bald rege für den Arbeitsweg in die Fabriken von Allschwil und Basel.
Das Ende des Nachkriegs-Wirtschaftsbooms bedeutete auch das Ende der Ziegeleien. Die letzte schloss 1975. Es sollte aber nicht die letzte wirtschaftliche Entwicklung gewesen sein, der Allschwil und seine Verkehrsinfrastruktur veränderte.
Forschung statt Ziegel
Die Pharma- und Life-Science-Industrie brachte Mitte der Nuller-Jahre einen neuen Boom, der bis heute anhält. Bei der letzten Erhebung 2015 gab es in Allschwil rund 10’500 Arbeitsplätze. Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Zahl in den nächsten Jahren verdoppeln wird. Daran muss sich auch der öffentliche Verkehr anpassen. Seit Ende 2025 profitieren Besucher:innen des Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus von einer verbesserten ÖV-Anbindung. Während der Stosszeiten fährt der Bus nun im 7.5-Minuten-Takt.
Verkehrsprojekte in Allschwil lassen sich nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit umsetzen. Weitere Möglichkeiten, den Main Campus aus Basel und aus dem nahen Ausland zu erreichen, werden laufend dazukommen.
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