Pionierprojekt für HB-Therm

Neubau mit Architektur-Wettbewerb

Das Familienunternehmen HB-Therm AG aus St. Gallen, trat mit dem Wunsch an SENN, ein neues Gebäude zu entwickeln, welches die verschiedenen Standorte zusammenführen sollte. In einem Architekturwettbewerb kürte SENN das Büro Strut Architekten AG aus Winterthur zum Sieger.

Kurzinfo

Bauherr: HB-Therm AG, St. Gallen
Architekt: Strut Architekten AG, Winterthur
Geschossfläche: ca. 16'000 m²
Hauptnutzfläche: ca. 10'000 m²
Bauvolumen: ca. 74'000 m³
Investitionsvolumen ohne Grundstück: ca. CHF 35 Mio.
Baubeginn: 2021
Fertigstellung: 2023
Rolle SENN: Entwickler und Berater

Die HB-Therm AG, ein seit 1967 bestehendes Schweizer Familienunternehmen mit 130 Mitarbeitern, ist ein weltweit führender Hersteller von Temperiergeräten. Zur Konsolidierung seiner verschiedenen Standorte in St. Gallen plant die HB-Therm ein neues Gebäude, um die Bereiche Fertigung, Montage, Entwicklung, Verkauf und Verwaltung an einem Standort zusammen zu fassen und dem dynamischen Wachstum des Unternehmens mit der Erweiterung der Betriebsflächen Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck wurde anfangs 2018 eine grosse Parzelle im Westen der Stadt St. Gallen an bester kommerzieller Lage erworben und die Senn Development AG mit der Entwicklung beauftragt. SENN schlug dem Bauherrn die Durchführung eines kleinen Architekturwettbewerbs vor. Als Sieger des Wettbewerbs wurden Strut Architekten AG aus Winterthur von der Fachjury erkoren.

Das Projekt von Strut Architekten überzeugte in erster Linie durch seinen hohen Grad an Flexibilität. Gerade spannend ist die Tatsache, dass auf den ersten Blick der gewohnte Haupteingang „fehlt“. Ein freigestelltes, unbeheiztes Treppenhaus und vor allem der Lift mit Direktfahrt ins oberste Verwaltungsgeschoss markieren auf einzigartige Weise den Zutritt in die HB-Therm-Welt. Das Gebäude verfügt über einen hohen Grad an städtebaulicher Nachvollziehbarkeit. Die freistehenden Erschliessungstürme etablieren eine prägnante Adressbildung, wobei das Gebäude mit den Höhenstaffelungen und Versätzen auf die Heterogenität des Ortes optimal reagiert. Der nordseitige Gebäudeversatz fasst einen attraktiven, hofartigen Aussenraum, der als Ankunft für die ÖV-Nutzer und Velofahrer sowie als Aufenthaltsbereich für die Mitarbeiter dient.